News 2005

Hilfe kommt an - Lagebericht aus Südostasien

Hilfe kommt an – Lagebericht aus Südostasien

Im Dorf Suak Nie in der indonesischen Provinz Aceh lebten 258 Menschen. Bis zu dem Tag, an dem der Tsunami kam. Die Riesenwelle tötete 138 Einwohner und zerstörte sämtliche Häuser. Überlebende des Dorfes kamen traumatisiert und unter elenden Bedingungen in ein Flüchtlingslager.

Suak Nie – ursprünglich zirka 700 Meter vom Meer entfernt – steht seit jenem 26. Dezember 2004 unter Wasser. Wo früher Reisfelder waren und Menschen lebten, ist heute das Meer. Es sind nur noch ein paar Fundamente übrig und Maschinen, die fest im Boden verankert waren. Überlebende von Suak Nie leben derzeit in einem Camp etwa drei Kilometer von der Küste entfernt. Hier entsteht auch das neue Dorf – in sicherer Entfernung zum Wasser.
Das Kinderhilfswerk terre des hommes und Radio Bremen riefen eine Spendenaktion zum Wiederaufbau von Suak Nie ins Leben. Ziel war es, den Überlebenden ein neues Dorf zu bauen – 50 kleine Häuser, die die Bewohner zum Großteil in Eigenarbeit errichten. Der Baupreis pro Haus: rund 2.500 Euro.

HANSA-FLEX hat geholfen. Der von den Mitarbeitern gesammelte Betrag wurde von der Geschäftsführung des Unternehmens verdoppelt und sogar erhöht, so dass dem Häuser-Projekt sechs Monate nach der Flutkatastrophe insgesamt 18.000 Euro zugute kamen. Insgesamt wurden in das Projekt für den Wiederaufbau von Suak Nie mehr als 100.000 Euro gespendet.

Die Errichtung neuer Häuser ist der erste Schritt eines Neubeginns, dem weitere folgen: Menschen bilden neue Gemeinden, klären ihre Landrechte, sind beteiligt am Bau ihrer Häuser und beginnen verschiedene Tätigkeiten, um wieder selbst Geld zu verdienen. Durch die aktive Beteiligung der Bevölkerung werden Ängste und das Gefühl der Hilflosigkeit, die der Tsunami hinterlassen hat, leichter überwunden und die Selbsthilfekräfte der Menschen langfristig mobilisiert.

Die erste Generation der neuen Häuser ist unten gemauert und oben aus Holz. Sie haben eine Größe von etwa 40 Quadratmetern und verfügen über zwei Schlafräume, einen Wohnraum, Küche sowie Bad/Toilette. So bietet ein Haus einer Familie den notwendigsten Platz und es ist so angelegt, dass es von den Bewohnern später selbst weiter ausgebaut werden kann.

Den Bau der Häuser leisten die Dorfbewohner zum größten Teil in Eigenarbeit. Anleitung, Werkzeuge und Baumaterialien werden gestellt. Da die Baumaterialien im Land gekauft werden, kann man die Kosten gering halten. Dies gilt auch für die zweite Generation der Häuser. Sie wird komplett aus Stein errichtet, um die knappen Holzressourcen zu schonen.

Der nächste Schritt ist die Schaffung landwirtschaftlicher Flächen.

HANSA-FLEX kennt seine Verantwortung und wird auch in Zukunft die Geschehnisse in Suak Nie verfolgen und unterstützen.

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